Hugo-Deo

Natürlich nicht ins Schwitzen kommen – mit selbstgemachtem Natur-Deo ohne Aluminium!

Die Problematik mit Aluminium in Deodorants kennt mittlerweile fast jeder…
Aluminium kannte man bis vor Kurzem eher von Bierdosen oder Fahrrädern. In konventionellen Deos wird das Leichtmetall von der Industrie verwendet, weil es die Schweißporen verengt und man so weniger schwitzt. Seit einigen Jahren besteht der Verdacht, dass Aluminium das Risiko von Brustkrebs erhöht und Alzheimer verursacht.
Fakt ist, dass Aluminium auf der Erde natürlich vorkommt und wir es hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser aufnehmen. Aber auch über aluminiumhaltige Lebensmittelverpackungen, Medikamente und Impfungen und als Lebensmittelzusatzstoff kommt es in unseren Körper.
In hohen Dosen ist Aluminium ein Nervengift. Aluminium wird normalerweise über die Nieren ausgeschieden, reichert sich im Laufe des Lebens aber im Körper an, vor allem in der Lunge und dem Skelettsystem.
Als Alternative hat sich Natron bewährt. Das weiße Pulver, das auch Speisesoda genannt wird, neutralisiert unangenehme Gerüche. Das funktioniert nicht nur im Haushalt, z.B. im Kühlschrank oder der Spülmaschine, sondern auch bei Körpergeruch. In Verbindung mit Wasser entsteht eine milde Lauge, die die körpereigenen Säuren im Schweiß neutralisiert und so den geruchsbildenden Bakterien die Lebensgrundlage entzieht. Außerdem wirkt es entgiftend und hautregenerierend.
Die natürlichen ätherischen Öle der Pfefferminze und Zitrone erfrischen und hinterlassen einen leichten Duft. Bereits Pfefferminze selbst aus dem Kräutergarten zu ernten ist ein unvergessliches Duft-Erlebnis!

Rezept Hugo-Deo

ein paar frische Minzblätter
1 TL Zitronensaft
1 TL unbehandelte Zitronenschale
150 ml abgekochtes Wasser
1 TL Natron

Die halbe Menge Wasser erhitzen, darin die Minzblätter 30 Sekunden blanchieren.
Zitrone und das restliche Wasser zugeben und mit dem Mixer pürieren. Durch ein Feinsieb filtrieren, Natron dazu und in eine Zerstäuberflasche füllen.
Als Deo für den ganzen Körper verwendbar.
Haltbarkeit: 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur, 1 Monat im Kühlschrank

Brennessel

Urtica dioica, Brennesselgewächse

Wildkräuter-Widerstand!!

Die Große Brennessel gehört zu jenen wenigen Wildkräutern, die jedem bekannt sind 🙂 Sie kommt ja auch fast überall vor… Sie ist Namensgeberin für ihre Pflanzenfamilie – die Brennesselgewächse (Urticaceae)

Aussehen: vierkantiger Stängel und gegenständige Blätter mit Brennhaaren, Blütenstände aus Blattachseln Juni-Oktober

Vorkommen: nährstoffreiche Krautfluren

Verwendung:
– Medizin: Harnwegsinfektionen, Rheuma – Wildkräuterküche: Blätter wie Spinat zubereiten, Triebspitzen, Blüten, Samen (30% fettes Öl)
– Volksheilkunde: innerlich zur Blutbildung, Erhöhung der Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse, Gallenerkrankungen, äußerlich gegen Kopfschuppen, fettiges Haar
Frühjahrskuren
– Enzyme, pflanzl. Hormone – krebsvorbeugend, senkt Blutzuckerspiegel, hemmt Entzündungen, lindert Prostatabeschwerden (v.a. Wurzel)
– Faserpflanze, Färbepflanze

Ihr Name Urtica dioica kommt vom Lateinischen „urere“, was „brennnen“ bedeutet und von „dioica„, was „zweihäusig“ bedeutet: Die meisten Pflanzen haben weibliche und männliche Teile gemeinsam auf einer Pflanze.

Anders die Brennessel, da gibt es „Männlein“ und „Weiblein“… letztere haben im Herbst ganz üppige Samenstände.

Diese Samen werden im Herbst geerntet und auf Butterbrot oder über den Salat gestreut. So ein kleiner Same enthält alle Nährstoffe, die eine neue Pflanze zu wachsen braucht, ist also auch für uns randvoll mit vielen guten Sachen.

Die frische Pflanze enthält viel Magnesium, Kalium, Eisen, Kieselsäure, Vitamine A, C, E, viel Eiweiß… Die Samen enthalten ca. 30% Öl und ganz viel Vitamin E.

Mit ihren Inhaltsstoffen unterstützt sie unseren Stoffwechsel im Frühling durch ihre entwässernde Wirkung. Sie wirkt auf die Nieren, bei Rheuma, hemmt Entzündungen, senkt Blutzuckerspiegel, wird zur Blutbildung verwendet und und und….

Die Brennessel ist auch Kinderstube für über 50 Schmetterlingsarten. Also überlasst bitte der Brennessel eine Ecke in eurem Garten, dann flattert es im Sommer wieder mehr.

Mein Rezept-Tipp für Euch:

Brennesselsuppe

Für 2 Portionen schneidet ihr 2 mittelgroße Kartoffel in Würfel. Die werden dann 20 Minuten in Suppe gekocht. Wer mag kann ganz wenig Knoblauch am Ende mitkochen.

Die Brennessel könnt ihr von den Stielen befreien (keine Angst, man kann sie vorsichtig mit den Fingern festhalten ohne sich zu brennen). Ab zur Suppe, pürieren und fertig.

Wer hat und mag, kann einige Samen als Deko drüber streuen.

Passt perfekt dazu: Butterbrot mit Brennesselsamen

Guten Appetit!