Schafgarbe

Achillea millefolium, Korbblütler

Aussehen: ausdauernde krautige Pflanze, 6 bis zu 80 cm, aromatischer Duft, zäher Stängel, schmale, wechselständige und gefiederte Laubblätter, Blütenstand besteht aus vielen kleinen meist weißen Blüten

Blüte: Juni-Oktober

Vorkommen: Wiesen, Weg- und Ackerränder, Bahndämme, Getreidefelder

Verwendung:
– Medizin: Verdauungsstörungen, Koliken
– Wildkräuterküche: zarte Blätter für Salate, Gemüsegerichte, als Gewürz, …
– Volksheilkunde: Nierenerkrankungen, Durchblutungsstörungen des Herzens, Nerven-, Kopf-, Zahnschmerzen, Gallensekretion fördernd, Leberbeschwerden lindernd
– äußerlich: Blutstillung, Gelenkentzündung, unreine Haut

Hier geht’s zum Rezept: Schafgarbenbutter

Acker-Schachtelhalm

Equisetum arvense, Schachtelhalmgewächse

Aussehen: Sporentrieb im Frühjahr, gerade Stängel, quirlständige Blätter, weit verlaufender Wurzelstock

Vorkommen: Äcker, Wiesen, auf unkultivierten Plätzen; liebt sandig-lehmige und feuchte Böden; sehr häufig

Verwendung
– Medizin: harntreibend bei Entzündungen der ableitenden Harnwege, Nierengrieß
– Kulinarisch: weiche grüne Stängel und Blätter fein gehackt zu Mischgemüsegerichten, Tee, Zugabe zu Suppen, roh

Volksheilkunde: rheumatische Beschwerden, äußerlich: Behandlung infizierter Wunden, Frostbeulen, Schwellungen, Knochenbrüchen

Sonstiges: Kaltwasserauszug als Pflanzenstärkungsmittel, gegen Blattläuse, gegen verschiedene Mehltauarten; Urzeitpflanze

Wiesen-Labkraut

Galium mollugo, Rötegewächse

Aussehen: mehrblättrige Quirl, kleine weiße 4blättrige Blüten

Blütezeit: Mai – November

Vorkommen: Wiesen, Weg- und Ackerränder, Bahndämme, Getreidefelder

Verwendung: – Medizin: Verdauungsstörungen, Koliken

Wildkräuterküche: Stängel und Blätter zu Gemüsegerichten, Salat, Pesto, Blüten als Dekoration, Kräuterlimonade

Volksheilkunde: Anregung der Nierentätigkeit, Entschlackung der Lymphe, soll Lebensgeister wecken

Kräuter-Zupfbrot

Mein Rezept fürs Kräuter-Zupfbrot:
1/2 kg Vollkornmehl mit 1 1/2 TL Salz mischen,
1/2 Würfel Germ in 250 ml auflösen, 1 1/2 TL Zucker dazu, kurz gehenlassen
alles zusammenmischen, 40 ml Olivenöl dazukneten, stehenlassen, bis der Teig gut aufgegangen ist

in der Zwischenzeit 200g Butter schmelzen, mit 1-2 gepressten Knoblauchzehen und 2 Handvoll kleingeschnittener Kräuter (Giersch, Schafgarbe, Löwenzahn, Brennessel, Labkraut, Sauerampfer, Vogelmiere, Gundelrebe, …) vermischen
Teig zu großem Rechteck ausrollen, mit der Kräutermischung bestreichen, in Streifen schneiden, im Zick-Zack falten und in eine Kastenform stellen
je nach Ofen bei 180° Umluft
ca. 30 min backen

Der Teig lässt sich auch zu lustigen „Kräuterschnecken“ verarbeiten:

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Ostereier färben – aber natürlich!

Eier lassen sich mit vielen Kräutern färben: braune & lila Zwiebelschalen, Kurkuma, Heidelbeeren, Hibiskusblüten, Blaukraut,…

Mit kleinen Blättern und Blüten lassen sich wundervolle Muster erzeugen…

Diese wunderschönen Eier wurden mit Zwiebelschalen, Rotholz und Blauholz (erhältlich in der Apotheke) gefärbt. Anleitung: Ei anfeuchten damit Blätter und Blüten besser haften, in den Rotholz- und Blauholzspänen rollen, mit Zwiebelschalen umwickeln und fest in einer Strumpfhose fixieren. Je nach Eiergröße einige Minuten kochen und im Sud einige Stunden ziehen lassen.

Jedes ein Überraschungs-Ei 🤗

Haarspülung- Glanz & Fülle

Zutaten:
1TL Honig
250 ml Wasser
1-2 EL Brennesseln

Zubereitung:
Wasser aufkochen und die Brennnesseln darin ca. 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen, den Honig unterrühren und nach dem Waschen wie eine Pflegespülung ins Haar einmassieren. Ca. zwei  Minuten einwirken lassen, gut ausspülen.

Wirkung:
Die Brennnessel stärkt die Haare und Haarwuzeln, regt die Durchblutung an und bringt Fülle und Kraft. Honig pflegt und nährt das Haar, macht es glänzend und leicht kämmbar.

Haltbarkeit:
zur sofortigen Anwendung gedacht