Schwarze Nüsse – eine wenig bekannte Delikatesse

Heute, am 29.6. ist der letzte Tag, an dem man die grünen Walnüsse der Überlieferung nach ernten sollte.
Sie haben noch keine ausgebildete Schale:

Die grünen, unreifen Früchte des Walnussbaumes werden mit einem Spieß mehrmals eingestochen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser eingelegt. Auf jeden Fall Handschuhe verwenden!
2 Wochen lang wird 2x täglich das Wasser gewechselt um die Gerbstoffe auszuziehen.

Nach 2 Wochen gehts dann weiter…

1,1 kg Zucker mit 400 ml Apfelessig und 150 ml Wasser aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. 5 Zimtstangen, 1 Vanilleschote, 6 Streifen der Schale einer Zitrone, 1 EL Gewürznelken dazu.

Nüsse abgießen und in den Sud einlegen. Mit einem Teller beschwerden und einige Stunden ziehen lassen. Dann Nüsse und Sud noch einmal kochen lassen. Die Nüsse herausnehmen, in Scheiben schneiden, in Gläser schichten. Die Flüssigkeit abseihen, den Sud noch einmal gut aufkochen und heiß über die geschnittenen Nüsse füllen. Gläser verschließen und über Kopf auskühlen lassen.

Jetzt brauchts noch ca. ein halbes Jahr Geduld, bis ihr eure Delikatesse verkosten könnt. Je länger die Nüsse gelagert werden, desto besser.

Nicht nur Baby-Pflege

Baby-Milch & Honig-Bad
Sanfte Nahrung für die Haut, reinigt und pflegt

250 ml Milch, 1 EL Honig in einem Topf erwärmen (handwarm)
auf 10 l Wasser

(Baby-)Massageöl
170 ml Pflanzenöl, 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl, 5 Tropfen ätherisches Mandarinenöl zusammenmischen

Ringelblumensalbe
38 g Ringelblumenöl (Mandelöl mit Ringelblumenblüten 6 Wochen in der Sonne stehen lassen)
mit 2 g Bienenwachs im Wasserbad aufschmelzen, vom Herd nehmen
5 g Kakaobutter zufügen
5 g Ringelblumentinktur (Ringelblumen in Korn oder anderem Alkohol mit ca. 40% 6 Wochen im Dunkeln ansetzen) tropfenweise in warme Salbe einrühren, so lange rühren bis man den Alkohol nicht mehr riecht

Ach du grüne Neune!

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Am Gründonnerstag wird traditionell eine Suppe aus 9 grünen Kräutern gekocht, die zu Beginn des Frühjahrs wachsen. Sie wecken die Lebensgeister, die Frühjahrs-müdigkeit wird vertrieben und der Körper entschlackt. Für unsere Suppe verwenden wir Wildkräuter, die wir in einer Kräuterführung kennenlernen, sammeln und anschließend verkochen. Mit essbaren Blüten dekoriert lassen wir es uns mit selbstgemachter Kräuterlimonade und Grünem Brot schmecken!

Natürlich können wir diese gesunde Suppe auch an anderen Tagen zubereiten 🙂

Rezept: Kräutersuppe
Einige Kartoffel in Gemüsesuppe weichkochen, pürieren
verschiedene Kräuter (Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch, Gundelrebe, Sauerampfer, Labkraut, Spitzwegerich, etc.) kleinschneiden und zur Suppe geben.

Warme Socken – Salbe

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Verwendete Gewürze fördern die Hautdurchblutung und können somit kalte Hände und Füße erwärmen. Tipp: Gut in die Haut einmassieren.

Rezept:

½ geraspelter Apfel, 1-2 EL geraspelter Ingwer, ½ TL Zimt, je 1 Messerspitze Muskatnuss, Gewürznelken, Sternanis, Prise Chilli, ½ TL Honig, 50 ml Olivenöl, 5 g Bienenwachs

Öl erhitzen, Apfel hineinraspeln, Gewürze zugeben.

Ca. ½ Std. bei kleiner Hitze ziehen lassen. Filtrieren, Öl wieder in den Topf, Bienenwachs zufügen und erwärmen bis es schmilzt. In einen Tiegel füllen und fest werden lassen.

Haltbarkeit: 2-3 Monate bei Zimmertemperatur

Sonstiger Tipp bei kalten Füßen und Händen: Kneipp-Anwendungen

Rosskastanie

Basisches Bad mit Rosskastanien
Rosskastanien-Bäder sind ein wirksames und sanftes Mittel für die Pflege der Haut. Sie reinigen basisch, entschlacken und straffen die Haut. Dem Badewasser zugesetzt erspart die Lauge Seife und Duschgels und beruhigt gestresste Haut. Ein Geheimtipp bei Juckreiz, schuppiger oder irritierter Haut.

Ein basisches Verwöhnbad aus Rosskastanien ist schnell zubereitet:
1 L Rosskastanien-Lauge, 1 L Milch (pflanzlich oder tierisch), 3 EL Salz, 3 Tropfen ätherisches Öl
Alle Zutaten vermischen und ins Badewasser geben. 20-30 Minuten darin baden, danach die Haut trocken tupfen. Macht eine zarte, seidige Haut und erspart im Normalfall das Eincremen nach dem Baden.

Shampoo
6 frische Kastanien und ½ Apfel kleinschneiden. Saft von einer ½ Orange auspressen und Schale kleinschneiden. Einige Rosmarinblätter fein schneiden. Alles in einen Topf und mit ¼ l Wasser aufgießen. 30 min zugedeckt köcheln lassen und danach abseihen. Flüssigkeit mit 1 TL Pektin verrühren, aufkochen lassen bis Gel-Konsistenz entsteht. Vom Herd nehmen, 1 TL Olivenöl einrühren. Ins Haar einmassieren, einwirken lassen und gut ausspülen.

Haltbarkeit: 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur

Taubnessel

Lamium-Arten, Lippenblütler

Aussehen: vierkantiger Stiel, gegenständige Blätter

Lippenblüten weiß/gelb/rosa April bis Oktober

Vorkommen: nährstoffreiche Böden, Laubwälder, Gebüsche

Verwendung:
– Wildkräuterküche: Hausteemischungen, junge Blätter, Triebspitzen, Rohkost, Blüten, Samen, Wurzeln
– Volksheilkunde: belebend, entzündungshemmend, wirksam gegen Bakterien, schleimhautschützend, blutstillend, verdauungsfördernd, harntreibend, bei Bronchitits, Magen-Darm-Beschwerden, Gicht, Rheuma, …

Giersch, Geißfuß

Aegopodium podagraria, Korbblütler

Aussehen: kahler kantig-gefurchter Stängel, 3zähliges Blatt, eiförmig-länglich und gesägter Rand

weiße Blütendolde: Juni bis Juli

Vorkommen: stickstoffreiche Böden, häufig in Gärten, schattig-feuchten Gebüschen und Wäldern

Verwendung:
– Wildkräuterküche: Karotte-Petersilie Aroma, Blattschößlinge für Gemüse, roh, Wildpflanzenlimonade, Bowle, Blätter, Blüten, Samen

Rezept: Wiesendudler

– Volksheilkunde: harntreibend, krampflösend, entzündungshemmend, entsäuernd, Volkstümlich bei Rheuma und Gicht, Blätter zerquetscht äußerlich bei Verbrennungen, Insektenstichen

Spitzwegerich

Plantago lanceolata, Wegerichgewächse

Aussehen: schmale, lange, ungestielte, spitze Blätter aus einer grundständigen Rosette, typische Blattnerven an der Blattunterseite

ähriger Blütenstand auf langem dünnen Stängel von Mai-September

Vorkommen: Grünlandschaften, Fettwiesen, Parkrasen, Wege, Äcker

Verwendung:
– Medizin: Luftwegserkrankungen, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Magenschleimhautentzündung, Reizdarm, Erkrankungen der ableitenden Harnwege
– Wildkräuterküche: Gemüsegerichte, Salate, Blütenstände roh, eingelegt
– Volksheilkunde: äußerlich: Verletzungen, Hautentzündungen, Verbrennungen, Schwellungen, Insektenstiche

Dafür wird ein Blatt so lang gequetscht bis der Pflanzensaft austritt. Damit wird die Stelle eingerieben. Die enthaltenen Antihistaminika reduzieren die Schwellung und den Juckreiz.
Auch gut wirksam bei Brennesselstichen.

Löwenzahn

Taraxacum officinale, Korbblütler

Aussehen: grundständige, grobgesägte Blätter, viele kleine gelbe Zungenblüten von März bis September, weiße Pusteblume

Vorkommen: stickstoffreiche Wiesen, sonnige und helle Plätze wie Wiesen- und Ackerränder

Verwendung:
– Medizin: Kraut und Wurzel – Gallenmittel, harntreibend, Appetitanregung, Leberbeschwerden
– Wildkräuterküche: (8x so viel Vit. C, 2x soviel Kalium, Magnesium, Phosphor wie Kopfsalat) Salate, Rohkost, Kräutermischungen, Bratlinge, Eierspeis, Saucen, Brotteig, Gemüsegerichte, Spinat, Chips, Knospen einlegen, Wildpflanzensalz, Pesto, Blüten für Gelee, Sirup, „Honig“, Dekoration, Wurzeln – frisch oder getrocknet (und geröstet als Kaffeeersatz), …

– Volksheilkunde: Gallenfluss fördernd, harntreibend, Leberbeschwerden, Gicht, rheumatischen Beschwerden
-Homöopathie: Lebererkrankungen, äußerlich: Blutstillung, Gelenkentzündung, unreine Haut

Klee

Trifolium-Arten, Korbblütler

Aussehen: dreiteilige Blätter mit typischen hellem Zeichen

Blüten in reichhaltigen Ähren oder Trauben – gelb, rot, weiß – schmetterlingsförmig – Mai-September, Hülsenfrucht

Vorkommen: Grünlandgesellschaften

Verwendung:
– Medizin: Extrakte bei weiblichen Wechseljahrsbeschwerden, Vorbeugung bei hormonabhängigen Krebserkrankungen – Brust, Gebärmutter, Prostata
– Wildkräuterküche: Blätter für Suppen, Gemüsemischungen, Blüten als Deko, Samen
– Volksheilkunde: Durchfallerkrankungen, Husten, chronisch entzündliche Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma